Ackergras und Kleegras für den flexiblen Feldfutterbau

Die MehrGras-FE-Serie bietet Saatgutmischungen für unterschiedliche Zeiträume und Nutzungsrichtungen: vom schnell wachsenden Ackergras über zwei- bis dreijährige Bestände bis zu mehrjährigem Wechselgrünland. Neben reinen Gräsermischungen stehen Kleegräser für eine eiweißreichere Futterbasis und eine vielseitige Schnitt- oder Weidenutzung zur Auswahl.

Entscheidend ist nicht allein der Ertrag. Saattermin, Nutzungsdauer, Standort, gewünschter Kleeanteil und die Frage, ob überwiegend geschnitten oder auch beweidet werden soll, bestimmen die passende Mischung.

Ackergras passend zur Nutzung auswählen

  • Für einen schnellen Futteraufwuchs: FE 100, FE 110 und FE 200 sind auf kurze bis überjährige Einsatzzeiträume und eine zügige Entwicklung ausgerichtet.
  • Für zwei bis drei Jahre: FE 300 ist grasbetont, FE 310 und FE 320 ergänzen den Bestand mit Klee.
  • Für den mehrjährigen Anbau: FE 500 und FE 510 setzen auf Deutsches Weidelgras; FE 530, FE 540 und FE 700 verbinden Gräser mit Klee.
  • Für Schnitt und Weide: Mischungen mit Deutschem Weidelgras und Weißklee sind besonders interessant, wenn neben der Schnittnutzung auch Beweidung vorgesehen ist.

Die MehrGras FE Ackergras-Serie im Vergleich

Mischung Ausrichtung Besonders passend, wenn …
MehrGras FE 100 Ackergras A1 Welsches Weidelgras eine ertragsstarke, reine Gräsermischung für das erste und zweite Hauptnutzungsjahr gesucht wird.
MehrGras FE 110 Ackergras A1 WZ Winterzwischenfrucht vor Mais ein überwinternder Ackergrasbestand zur Futtergewinnung eingeplant wird.
MehrGras FE 200 Ackergras A2 schnelle Frühjahrsnutzung nach der Frühjahrsaussaat zügig Futtermasse erzeugt werden soll.
MehrGras FE 300 Ackergras A3 2 bis 3 Jahre, ohne Klee ein ausdauernder Grasbestand mit Schnittnutzung und möglicher Beweidung geplant ist.
MehrGras FE 310 Kleegras A3 Plus W 2 bis 3 Jahre, Rot- und Weißklee Schnitt- und Weidenutzung wechseln und ein vielseitiger Kleegrasbestand gewünscht ist.
MehrGras FE 320 Kleegras A3 Plus S 2 bis 3 Jahre, Rotklee die mehrjährige Schnittnutzung mit einem leistungsfähigen Rotkleeanteil im Vordergrund steht.
MehrGras FE 500 Quatro Ackergras A5 mehrjährig, Schnitt ein mehrjähriger, kleefreier Bestand für überwiegende Schnittnutzung oder Wechselgrünland gesucht wird.
MehrGras FE 510 Quatro Ackergras A5 spät mehrjährig, weidebetont späte Sorten und eine stärkere Ausrichtung auf die Weidenutzung gewünscht sind.
MehrGras FE 530 Kleegras A5 Plus S mehrjähriges Rotkleegras ein schnittbetontes Kleegras mit Rotklee für unterschiedliche Standorte benötigt wird.
MehrGras FE 540 Kleegras A5 Plus W mehrjährig, Rot- und Weißklee Kleegras für eine flexible Schnitt- und mögliche Weidenutzung gesucht wird.
MehrGras FE 700 Kleegras A7 artenreich, mehrjährig ein artenreicher Kleegrasbestand für mehrjährige Schnitt- und Weidenutzung aufgebaut werden soll.

Reines Ackergras oder Kleegras?

Reine Gräsermischungen sind passend, wenn eine gut steuerbare, grasbetonte Futterbasis und eine intensive Schnittnutzung im Vordergrund stehen. Welsches Weidelgras sorgt für rasche Entwicklung und hohe Aufwuchsleistung; Deutsches Weidelgras verbessert in länger genutzten Beständen Ausdauer, Narbendichte und Weideeignung.

Kleegrasmischungen ergänzen die Gräser um eiweißreiche Leguminosen. Rotklee ist besonders für die Schnittnutzung interessant, während Weißklee durch seinen kriechenden Wuchs und seine gute Regeneration auch bei wechselnder Nutzung Vorteile bietet. Die Mischung muss dennoch zum Standort und zur geplanten Nutzungsintensität passen.

Aussaat und Bestandsführung

Ackergras benötigt ein ebenes, feinkrümeliges und rückverfestigtes Saatbett. Das Saatgut wird flach und gleichmäßig abgelegt; anschließendes Walzen verbessert den Bodenschluss. Bei Kleegrasmischungen ist eine zu tiefe Saat besonders zu vermeiden, damit sich die kleinsamigen Kleearten sicher etablieren.

Die konkrete Saatstärke und der passende Aussaattermin unterscheiden sich zwischen den Mischungen. Beachte deshalb die Angaben auf der jeweiligen Produktseite. Für einen dauerhaft leistungsfähigen Bestand sollten Schnittzeitpunkt, Nutzungshäufigkeit, Nährstoffversorgung und gegebenenfalls die Beweidungsintensität auf die enthaltenen Arten abgestimmt werden.

Häufige Fragen zu Ackergras und Kleegras

Ist die Zahl in A1, A3, A5 oder A7 gleichbedeutend mit der Nutzungsdauer?
Nein. Die Bezeichnungen kennzeichnen den Mischungstyp innerhalb des Ackerfutter-Programms. Die tatsächliche Nutzungsdauer ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung.

Welche Mischung ist für zwei bis drei Jahre geeignet?
FE 300 ist die kleefreie Variante. FE 310 ergänzt Rot- und Weißklee für wechselnde Schnitt- und Weidenutzung, FE 320 ist rotkleebetont und stärker auf Schnitt ausgerichtet.

Welche Mischung eignet sich vor Mais?
FE 110 ist als Ackergras-Winterzwischenfrucht vor Mais positioniert. Aussaat und Erntetermin müssen so geplant werden, dass genügend Entwicklungszeit bleibt und die Maisbestellung rechtzeitig erfolgen kann.

Wann ist Weißklee im Kleegras hilfreich?
Weißklee regeneriert sich nach Nutzung gut und passt deshalb besonders zu Beständen, die neben dem Schnitt auch beweidet werden sollen.

Welche Mischung ist besonders artenreich?
FE 700 kombiniert Wiesenschwingel, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras sowie Rot- und Weißklee für eine mehrjährige Schnitt- und Weidenutzung.

Gräser und Klee einzeln auswählen

Für eine gezielte Reinsaat oder fachlich berechnete Eigenmischung stehen Gräser & Weidelgräser als Einzelsaat und Klee & feinkörnige Leguminosen getrennt bereit. Soll der Bestand ohne eigene Rezepturberechnung angelegt werden, ist eine abgestimmte Ackergras- oder Kleegrasmischung meist der einfachere Ausgangspunkt.

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