Dauerweiden: Saatgut für Neuansaat, Nachsaat und standortgerechtes Grünland

Eine leistungsfähige Dauerweide entsteht nicht allein durch eine hohe Saatmenge, sondern durch eine Mischung, die zu Standort, Region und Nutzung passt. Das MehrGras-Sortiment deckt Neuansaaten für intensive Dauer- und Mähweiden, extensivere Wiesen sowie gezielte Nachsaaten für lückige oder geschädigte Grünlandnarben ab.

Für die Auswahl sind vier Fragen besonders wichtig: Soll neu angesät oder nachgesät werden? Wird überwiegend beweidet oder geschnitten? Wie häufig wird die Fläche genutzt? Und ist der Standort eher trocken, frisch, feucht, nass oder weidelgrasunsicher?

Die passende Dauergrünlandmischung auswählen

  • Neuansaat oder vollständiger Bestandsaufbau: Dauerweide- und Wiesenmischungen verbinden ausdauernde Gräser und je nach Produkt Klee für eine tragfähige, nutzungsangepasste Narbe.
  • Nachsaat: G-V-, NS- und Mantelsaat-Mischungen schließen Lücken und stärken vorhandene Bestände, ohne die gesamte Fläche neu anzulegen.
  • Nutzungsrichtung: Weidebetonte Mischungen brauchen Trittfestigkeit und Regenerationsvermögen; schnittbetonte Mischungen werden stärker nach Aufwuchs, Ausdauer und Futterqualität ausgewählt.
  • Standort und Region: Trockenheit, Wasserüberschuss, Höhenlage und die Sicherheit des Deutschen Weidelgrases entscheiden über die Arten- und Sortenwahl.

MehrGras für Neuansaat und Bestandsaufbau im Vergleich

Mischung Schwerpunkt Besonders passend
MehrGras 100 – G I mit Klee, mäßige Nutzung frische bis mäßig feuchte Lagen mit Schnitt- und/oder Weidenutzung
MehrGras 200 – G II mit Klee intensive Dauer- und Mähweide hohe Nutzungshäufigkeit und ein kleehaltiger Bestand auf vielen Standorten
MehrGras 210 – G II ohne Klee intensiv, kleefrei Schnitt und Weide bei hoher Nutzungsfrequenz ohne Kleeanteil
MehrGras 230 – G II mit Klee intensive Mischnutzung eine regional abgestimmte, kleehaltige Alternative für Schnitt und Weide
MehrGras 240 – G II ohne Klee intensive Mischnutzung eine regional abgestimmte G-II-Mischung ohne Klee gesucht wird
MehrGras 300 – G III ohne Klee sehr intensive Weidenutzung weidelgrassichere Standorte mit hoher Nutzungsfrequenz
MehrGras 320 – G III mit Klee intensive Weide, kleehaltig bei hoher Nutzung ein zusätzlicher Kleeanteil gewünscht ist
MehrGras 400 – G IV trockene Lagen, Weide austrocknungsgefährdete oder sommertrockene Flächen überwiegend beweidet werden
MehrGras 600 – G VI extensive Weide extensiver genutzte Jungvieh- und Dauerweiden angelegt werden
MehrGras 700 – G VII nasse Wiesen nasse, wechselfeuchte oder zeitweise überflutete Flächen geschnitten werden
MehrGras 800 – G VIII feuchte Lagen und Höhenlagen eine gute Wasserversorgung oder Höhenlage die Artenwahl prägt
MehrGras 900 – G IX reine Schnittnutzung frische und wärmere Standorte überwiegend als Wiese genutzt werden
MehrGras 1000 – G X trockene Wiesen trockene Standorte für eine zwei- bis viermalige Schnittnutzung vorgesehen sind
MehrGras GSW I intensive Gunstlage Deutsches Weidelgras am Standort sicher und eine intensive Nutzung geplant ist
MehrGras GSW T trocken bis frisch eine Grünlandmischung für trockene bis frische Lagen benötigt wird
MehrGras GSW U ungünstig und feucht ungünstige, feuchte oder weidelgrasunsichere Standorte angesät werden
MehrGras GS F frisch bis feucht eine schnittbetonte Wiesenmischung für gut wasserversorgte Lagen gesucht wird
MehrGras GS T trockene Lagen eine Wiesenmischung für trockenere Standorte benötigt wird
MehrGras Süd 3 Luzernegras Luzernegras für Konservierung und Silage in süddeutschen Anbaulagen gefragt ist
MehrGras Süd 4 ertragsstarkes Kleegras in niederschlagsreichen Gebieten ein leistungsfähiger Kleegrasbestand aufgebaut wird

MehrGras Nachsaatmischungen im Vergleich

Mischung Schwerpunkt Besonders passend
MehrGras 500 Mantelsaat ummanteltes Nachsaatgut leistungsfähiges Dauergrünland ohne Klee nachgesät werden soll
MehrGras 505 Mantelsaat mit Klee Mantelsaat mit Klee neben Gräsern auch Klee in lückigen Beständen etabliert werden soll
MehrGras 510 – G V klassische Grünlandnachsaat eine kleefreie Nachsaat für leistungsfähige oder lückige Narben benötigt wird
MehrGras 520 – G V spät späte Weidelgrassorten eine späte, kleefreie Nachsaatmischung bevorzugt wird
MehrGras 530 – G V mit Weißklee Nachsaat mit Weißklee ein regenerationsfähiger Kleeanteil im Grünland gewünscht ist
MehrGras 540 – G V regionale Nachsaat eine regional abgestimmte Mischung für die Grünlandnachsaat gesucht wird
MehrGras 550 – G V mit Weißklee regionale Weißklee-Nachsaat Nachsaatgräser und Weißklee regional passend kombiniert werden sollen
MehrGras 560 – G V mit Rotklee Nachsaat mit Rotklee bei stärkerer Schnittausrichtung ein Rotkleeanteil eingebracht werden soll
MehrGras NS I weidelgrassichere Lagen intensiv genutzte Gunstlagen mit Deutschem Weidelgras nachgesät werden
MehrGras NS T mäßig trockene Standorte eine Nachsaat für trockenere Grünlandlagen benötigt wird
MehrGras NS F frisch bis feucht feuchte oder gut wasserversorgte Wiesenbestände nachgesät werden
MehrGras NS U ungünstige Lagen weidelgrasunsichere Flächen mit etwa dreimaliger Nutzung verbessert werden
MehrGras Süd 2 intensive Nachsaat intensiv genutztes Grünland in süddeutschen Anbaulagen verbessert werden soll

Region, Standort und Nutzungsintensität richtig einordnen

Die regionalen MehrGras-Empfehlungen berücksichtigen, dass Sorten im nordwestdeutschen Tiefland, in den Mittelgebirgslagen und in Süddeutschland unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind. Winterhärte, Ausdauer, Regenerationsvermögen, Mooreignung und Trockenheitstoleranz werden deshalb regional verschieden gewichtet.

Auch die Kennzeichnungen G I bis G X haben eine praktische Funktion: Sie ordnen Mischungen nach Nutzungsfrequenz, Weide- oder Schnittausrichtung und Standort. G III steht beispielsweise für sehr intensiv genutzte, weidelgrassichere Dauer- und Mähweiden; G VII bis G X decken stärker schnittbetonte Wiesen von nassen bis trockenen Lagen ab.

Nachsaat erfolgreich vorbereiten

Vor einer Nachsaat sollte geklärt werden, warum die Narbe lückig ist. Trockenheit, Staunässe, Mäuseschäden, zu tiefe Nutzung, Narbenfilz oder eine unpassende Artenzusammensetzung verlangen unterschiedliche Maßnahmen. Die Fläche sollte geöffnet, das Saatgut gleichmäßig verteilt und anschließend gut an den Boden gedrückt werden.

Der junge Aufwuchs braucht Licht und möglichst wenig Konkurrenz. Eine rechtzeitige Folgenutzung kann den Altbestand zurücknehmen, ohne die Keimlinge zu überfordern. Saatstärke und Saatzeit richten sich nach Mischung, Technik, Lückigkeit und Witterung und stehen auf den jeweiligen Produktseiten.

Häufige Fragen zu Dauerweiden und Grünlandnachsaat

Wann ist eine Neuansaat sinnvoller als eine Nachsaat?
Eine Nachsaat passt zu grundsätzlich erhaltenswerten, aber lückigen Beständen. Bei stark entarteten Narben, massiven Bodenproblemen oder sehr hohem Anteil unerwünschter Arten kann eine vollständige Erneuerung sinnvoller sein; rechtliche Vorgaben zum Grünlandumbruch sind dabei zu beachten.

Mit oder ohne Klee?
Klee kann die Futterqualität ergänzen und Luftstickstoff binden. Weißklee passt besonders zu weidebetonten und häufig genutzten Beständen, Rotklee eher zu schnittbetonter Nutzung. Kleefreie Mischungen erlauben eine stärker gräserorientierte Bestandsführung.

Was bedeutet weidelgrassicher?
Auf weidelgrassicheren Standorten kann Deutsches Weidelgras seine Ertrags- und Qualitätsleistung dauerhaft ausspielen. In ungünstigen, trockenen, sehr feuchten oder rauen Lagen werden ausdauernde Alternativgräser wichtiger.

Welche Mischung passt zu nassen Flächen?
Für nasse und wechselfeuchte Wiesen ist MehrGras 700 vorgesehen. GSW U deckt ungünstige und feuchte Neuanlagen ab, NS F unterstützt die Nachsaat frischer bis feuchter Bestände.

Welche Mischung passt zu trockenen Flächen?
MehrGras 400 ist weidebetont für trockene Lagen, MehrGras 1000 und GS T sind stärker schnitt- beziehungsweise wiesenorientiert. Für die Nachsaat mäßig trockener Standorte ist NS T vorgesehen.

Einzelsaaten für gezielte Ergänzungen

Einzelne Arten können sinnvoll sein, wenn ein Bestand nach fachlicher Beurteilung gezielt ergänzt werden soll. Dafür findest du Gräser & Weidelgräser sowie Klee & feinkörnige Leguminosen in getrennten Kollektionen. Bei umfassenden Lücken oder einer Neuansaat bietet eine standortgerechte Dauerweidenmischung in der Regel die ausgewogenere Arten- und Sortenkombination.

Wie schnell wird meine Ware versendet?

Deine Bestellung wird in der Regel innerhalb von 2 bis 5 Werktagen versendet. Sobald dein Paket auf dem Weg ist, erhältst du eine Versandbestätigung mit Sendungsverfolgung.

Was ist, wenn mir die Ware nicht gefällt?

Bitte hab Verständnis dafür, dass wir geöffnete Ware leider nicht zurücknehmen können, außer natürlich bei Mängeln oder Beschädigungen. In solchen Fällen kannst du selbstverständlich eine Reklamation einreichen.

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Privatpersonen können unversehrte und ungeöffnete Ware vollständig zurückgeben. Die Rücksendekosten trägt dabei der Käufer. Bitte achte darauf, die Produkte sicher zu verpacken.

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