Einzelsaaten

Einzelsaaten geben dir die Möglichkeit, eine bestimmte Pflanzenart gezielt auszuwählen – für Reinsaaten, zur Ergänzung bestehender Bestände oder für fachlich geplante eigene Mischungen. Anders als fertige Saatgutmischungen werden die Produkte hier nach Saatgutart und pflanzenbaulichem Einsatz gegliedert.

Das Sortiment umfasst Gräser, Kleearten, Leguminosen, Kreuzblütler, Ölsaaten und weitere Zwischenfrucht- und Spezialkulturen von Feldsaaten Freudenberger. Über die folgenden Gruppen gelangst du schnell zur passenden Auswahl.

Einzelsaaten nach Saatgutgruppe auswählen

Saatgutgruppe Typische Arten Mögliche Einsatzbereiche
Gräser & Weidelgräser Weidelgräser, Schwingel, Rispen-, Liesch- und Hirsearten Grünland, Ackerfutter, Nachsaat und besondere Nutzungssysteme
Klee & feinkörnige Leguminosen Rotklee, Weißklee, Luzerne, Esparsette und weitere Kleearten Futterbau, Grünland, Begrünung und Blühangebot
Körnerleguminosen & Wicken Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen, Linsen und Wicken Körner- und Futtererzeugung, Gemenge und Zwischenfrucht
Kreuzblütler & Ölsaaten Senf, Ölrettich, Raps, Rübsen und weitere Arten Zwischenfrucht, Gründüngung, Futterbau und Nematodenmanagement
Zwischenfruchtarten & Spezialkulturen Phacelia, Buchweizen, Roggen, Futterkräuter und Spezialarten Begrünung, Futterbau, Wildacker und individuelle Anbauziele

Die Produktkarten innerhalb jeder Kollektion führen zu den verfügbaren Gebinden, Preisen und den ausführlichen Informationen der einzelnen Saatgutart. Für Grünland und Futterbau sind meist Gräser & Weidelgräser oder Klee & feinkörnige Leguminosen der richtige Einstieg. Für großkörnige Futter- und Körnerarten wähle Körnerleguminosen & Wicken; bei Zwischenfrucht- und Begrünungszielen helfen Kreuzblütler & Ölsaaten sowie Zwischenfruchtarten & Spezialkulturen.

Wann ist eine Einzelsaat sinnvoll?

  • Reinsaat: Eine bestimmte Art soll gezielt und ohne weitere Mischungspartner angebaut werden.
  • Bestand ergänzen: In einer vorhandenen Fläche soll eine fachlich ausgewählte Komponente nachgesät oder verstärkt werden.
  • Eigene Mischung erstellen: Artenanteile, Saatstärken und Entwicklungsdynamik werden betriebsindividuell geplant.
  • Ein bestimmtes Ziel verfolgen: Beispielsweise schnelle Bodenbedeckung, tiefe Durchwurzelung, Futterproduktion oder ein gezieltes Fruchtfolgemanagement.

Vier Fragen vor dem Kauf

  1. Welche Nutzung ist vorgesehen? Reinsaat, Futterbau, Grünland, Zwischenfrucht und Wildacker stellen unterschiedliche Anforderungen.
  2. Wie lange soll der Bestand stehen? Einjährige, überwinternde und ausdauernde Arten müssen passend zum Anbausystem gewählt werden.
  3. Passt die Art in die Fruchtfolge? Besonders bei Kreuzblütlern und Leguminosen sind Pflanzenfamilie, Anbaupausen und mögliche Folgeeffekte wichtig.
  4. Welche Standortbedingungen liegen vor? Bodenart, pH-Wert, Wasserversorgung, Höhenlage und Saattermin beeinflussen die Eignung.

Einzelsaat oder fertige Mischung?

Einzelsaaten bieten maximale Kontrolle über die ausgewählte Art. Dafür müssen Saatanteile, Korngrößen, Ablagetiefen, Konkurrenzverhalten und Nutzungsziel fachlich zusammenpassen. Wenn mehrere Wirkungen gleichzeitig gewünscht sind und keine eigene Rezeptur geplant ist, kann eine fertig abgestimmte Mischung die passendere Lösung sein. Beide Sortimentsbereiche bleiben deshalb bewusst voneinander getrennt.

Hinweise zu Aussaat und Sortenauswahl

Die Unterschiede zwischen kleinsamigen Gräsern, Kleearten und großkörnigen Leguminosen sind erheblich. Maßgeblich sind daher die Saatstärke, Saattiefe, Saatzeit und Bestandsführung auf der jeweiligen Produktseite sowie das aktuelle Saatgutetikett.

Wo mehrere Sorten einer Art angeboten werden, wird abhängig von Verfügbarkeit und fachlicher Eignung eine passende Qualitätssorte geliefert. Bei Produkten mit nur einer ausgewiesenen Sorte betrifft dieser Hinweis die Bestellung nicht.

Häufige Fragen zu Einzelsaaten

Kann ich Einzelsaaten selbst miteinander mischen?
Ja, sofern Artenanteile, Saatmengen, Korngrößen und Standortansprüche fachlich aufeinander abgestimmt werden. Eine reine Gewichtsaufteilung reicht für eine ausgewogene Mischung meist nicht aus.

Warum werden die Produkte nach Pflanzenarten gegliedert?
Die Einteilung erleichtert die Auswahl und verhindert, dass einzelne Saatgutarten mit fertig abgestimmten Produktmischungen verwechselt werden.

Wo finde ich Saatstärke und Gebinde?
Diese Angaben stehen auf der jeweiligen Produktseite. Der vorhandene Mengenrechner unterstützt anschließend bei der Bedarfsermittlung.

Wenn eine fertige Mischung besser passt

Wer mehrere Wirkungen gleichzeitig erreichen möchte und keine eigene Rezeptur plant, findet fachlich abgestimmte Kombinationen bei den Ackerfuttermischungen und Zwischenfruchtmischungen. Weitere Einsatzbereiche bündelt die Saatgut-Übersicht.