MehrGras 530 – Nachsaatmischung G V mit Weißklee
MehrGras 530 ist eine kleehaltige G-V-Nachsaatmischung für lückiges Grünland. Deutsches Weidelgras in drei Reifegruppen sorgt für schnelle Etablierung und leistungsfähigen Aufwuchs; Weißklee ergänzt den Bestand besonders bei Weidenutzung und verhaltener Stickstoffdüngung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kleehaltige G-V-Nachsaat für lückiges Dauergrünland
- Für Weidenutzung und verhaltene Stickstoffdüngung
- Drei Reifegruppen des Deutschen Weidelgrases
- Weißklee ergänzt Futtereiweiß und natürliche Stickstoffbindung
Für welche Flächen passt MehrGras 530?
Die Mischung ist passend, wenn eine bestehende Grünlandnarbe verbessert werden soll und Klee im Bestand erwünscht ist. Besonders bei weidebetonter Nutzung und moderater Stickstoffversorgung kann Weißklee seine Stärken ausspielen. Bei einer rein gräserbasierten Nachsaat sind MehrGras 510 oder 520 geeigneter.
Zusammensetzung und Aufgaben der Arten
- 50 % Deutsches Weidelgras, spät: stärkt Ausdauer und sorgt für ein breites Nutzungsfenster.
- 20 % Deutsches Weidelgras, früh: besetzt Lücken schnell und liefert frühen Aufwuchs.
- 20 % Deutsches Weidelgras, mittel: unterstützt Regeneration und gleichmäßige Bestandsleistung.
- 10 % Weißklee: liefert eiweißreiches Futter und kann Luftstickstoff binden.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Bestandsführung
Die Herstellerempfehlung liegt bei 20 kg/ha; angeboten wird die Mischung im 20-kg-Sack. Vor der Nachsaat die Altnarbe kurz halten und Filz sowie abgestorbenes Material entfernen. Das Saatgut flach ablegen und guten Bodenschluss herstellen. Damit sich auch der Weißklee etablieren kann, sollte der Altbestand in der Anfangsphase nicht zu stark konkurrieren und die Stickstoffgabe zurückhaltend angepasst werden.
MehrGras Dauerweide NWL im Vergleich
| Mischung | Einordnung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| MehrGras 200 | G II mit Klee | Vielseitige Neuanlage für häufige Nutzung |
| MehrGras 210 | G II ohne Klee | Häufige Nutzung, günstige Lagen und Moorflächen |
| MehrGras 300 | G III ohne Klee | Weidelgrassichere Lagen, überwiegende Beweidung |
| MehrGras 310 (derzeit archiviert) | G III-S ohne Klee | Weidelgrasbetont, ohne Wiesenrispe |
| MehrGras 320 | G III mit Klee | Weidelgrassichere Lagen, überwiegende Beweidung |
| MehrGras 410 (derzeit archiviert) | G IV mit Rohrschwingel | Extremstandorte und Schnittnutzung |
| MehrGras 510 | G V Nachsaat | Vielseitige kleefreie Standard-Nachsaat |
| MehrGras 520 | G V spät, Nachsaat | Mehr Nutzungselastizität, z. B. Wechselgrünland |
| MehrGras 530 | G V Nachsaat mit Klee | Weidenutzung und verhaltene N-Düngung |
Die G-II- bis G-IV-Mischungen dienen der Neu- beziehungsweise Wiedereinsaat und unterscheiden sich vor allem nach Standort, Kleeanteil und Nutzungsrichtung. Die G-V-Produkte sind gezielte Nachsaatmischungen für bestehende Grünlandnarben.
Häufige Fragen
Wann ist MehrGras 530 die richtige G-V-Mischung?
Wenn Lücken im Dauergrünland geschlossen werden sollen und zugleich Weißklee für Weidenutzung sowie eine eher verhaltene Stickstoffdüngung gewünscht ist.
Was unterscheidet MehrGras 530 von MehrGras 510?
Beide kombinieren frühe, mittlere und späte Weidelgräser. MehrGras 530 enthält zusätzlich 10 % Weißklee.
Kann Weißklee bei hoher Stickstoffdüngung verdrängt werden?
Ja. Eine sehr hohe Stickstoffversorgung fördert die Gräser und kann den Kleeanteil zurückdrängen.
