MehrGras 600 – Dauerweidemischung G VI für extensive Weiden
MehrGras 600 ist eine kleehaltige G-VI-Dauerweidemischung für vorwiegende Weidenutzung, besonders auf extensiv bewirtschafteten Jungviehweiden. Ausläufertreibender Rotschwingel und Wiesenrispe prägen eine robuste, narbenbildende Zusammensetzung; spätes Deutsches Weidelgras und Weißklee ergänzen Futterqualität.
Das Wichtigste auf einen Blick
- G-VI-Mischung für extensive Grünlandnutzung
- Vorwiegend für Weidenutzung und Jungviehweiden
- Hoher Anteil ausläufertreibenden Rotschwingels
- Wiesenrispe und Weißklee ergänzen die dichte Weidenarbe
Für welche Flächen passt MehrGras 600?
Die Mischung passt zu extensiver geführten Weideflächen, auf denen Narbendichte, Ausdauer und eine robuste Artenbasis wichtiger sind als höchste Intensität. Sie ist deutlich weniger weidelgrasbetont als die G-II-Mischungen und nicht als Nachsaatmischung, sondern als eigenständige Dauerweidenzusammensetzung einzuordnen.
Zusammensetzung und Aufgaben der Arten
- 60 % ausläufertreibender Rotschwingel: bildet eine dichte, ausdauernde und vergleichsweise genügsame Narbe.
- 20 % Wiesenrispe: schließt über unterirdische Ausläufer Lücken und verbessert die Trittfestigkeit.
- 10 % Deutsches Weidelgras, spät: ergänzt Futterqualität und Regenerationsvermögen.
- 10 % Weißklee: liefert Futtereiweiß und unterstützt die natürliche Stickstoffversorgung.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
- Deutsches Weidelgras als Einzelsaat
- Rotschwingel als Einzelsaat
- Weißklee als Einzelsaat
- Wiesenrispe als Einzelsaat
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Bestandsführung
Die Herstellerempfehlung liegt bei 20 kg/ha; im Shop wird die Mischung als 10-kg-Sack angeboten. Für die Neuanlage ein ebenes, feines und gut rückverfestigtes Saatbett herstellen. Das Saatgut flach ablegen und anwalzen. Da Rotschwingel und Wiesenrispe langsamer anlaufen als Deutsches Weidelgras, ist eine schonende frühe Nutzung für ihre sichere Etablierung besonders wichtig.
MehrGras Dauerweide RHT im Vergleich
| Mischung | Einordnung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| MehrGras 100 | G I mit Klee | Frische bis mäßig feuchte Standorte |
| MehrGras 230 | G II mit Klee | Viele Lagen, hohe Nutzungshäufigkeit |
| MehrGras 240 | G II ohne Klee | Viele Lagen, hohe Nutzungshäufigkeit |
| MehrGras 400 | G IV mit Knaulgras | Trockene Lagen, überwiegende Weidenutzung |
| MehrGras 540 | G V Nachsaat | Kleefreie Standard-Nachsaat |
| MehrGras 550 | G V Nachsaat mit Weißklee | Nachsaat mit dauerhaftem Kleeanteil |
| MehrGras 560 | G V Nachsaat mit Rotklee | Rohproteinbetonte Rotklee-Nachsaat |
| MehrGras 600 | G VI mit Klee | Extensive Weiden und Jungviehweiden |
Die G-I-, G-II-, G-IV- und G-VI-Mischungen sind auf unterschiedliche Standorte und Nutzungsintensitäten der Dauerweide abgestimmt. Die drei G-V-Produkte dienen dagegen der gezielten Verbesserung bestehender Grünlandnarben.
Häufige Fragen
Für welche Nutzung ist MehrGras 600 gedacht?
Vorwiegend für extensive Weidenutzung, insbesondere für Jungviehweiden.
Ist MehrGras 600 eine Mischung für nasse Wiesen?
Die aktuelle Herstellerangabe ordnet das Produkt der extensiven Weidenutzung zu. Für nasse Dauerwiesen gibt es innerhalb der getrennten Dauerwiese-RHT-Serie andere Mischungen.
Warum ist so viel Rotschwingel enthalten?
Ausläufertreibender Rotschwingel bildet eine dichte, ausdauernde und genügsame Narbe, die gut zu extensiver Weideführung passt.
