GB 9 – Artenreiche Brachebegrünung
GB 9 verbindet eine sichere Bodenbedeckung mit einer abwechslungsreichen, blühenden Brachebegrünung. Die Mischung kombiniert Rotschwingel mit Leguminosen sowie Phacelia und Öllein. So entsteht ein artenreicher Bestand, der den Boden schützt, Nährstoffe bindet und Insekten sowie Wild ein attraktives Angebot bietet.
Die Arten ergänzen sich in ihrer Entwicklung: Phacelia und Öllein setzen frühe Blühaspekte, Leguminosen fördern die Bodenfruchtbarkeit und Rotschwingel bildet eine dichte bodennahe Schicht. GB 9 ist für die freiwillige Brache im Rahmen der Öko-Regelung 1a konzipiert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Artenreiche Mischung aus Gräsern, Leguminosen und Blühpflanzen
- Für freiwillige Brache nach Öko-Regelung 1a
- Schnelle Begrünung und zuverlässige Bodenbedeckung
- Mit Blühangebot für Insekten und Äsung für Wild
Passt GB 9 zu deiner Fläche?
GB 9 passt, wenn neben der sicheren Flächenbegrünung auch Artenvielfalt und ökologische Wirkung wichtig sind. Die Mischung eignet sich für Bracheflächen, auf denen Blühaspekte, Nährstoffbindung und Bodenbedeckung miteinander verbunden werden sollen. Für eine schlichte, kleefreie Grasnarbe ist GB 7 die gezieltere Wahl.
Was steckt in der Mischung?
20 % Luzerne: Tiefwurzelnde Leguminose, die den Boden intensiv erschließt und Stickstoff binden kann.
20 % Phacelia: Schnell wachsende Blühpflanze mit hohem Wert für bestäubende Insekten.
20 % Rotschwingel: Sorgt für eine dichte, bodennahe Grasnarbe und dauerhafte Bodenbedeckung.
15 % Alexandrinerklee: Rasch entwickelnde Leguminose, die den Bestand früh begrünt.
15 % Öllein: Ergänzt die Mischung um eine aufrechte Blühkomponente und zusätzliche Struktur.
10 % Weißklee: Niedrig wachsende Leguminose, die Lücken schließen und Stickstoff binden kann.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Vorbereitung
Empfohlen werden 15–20 kg/ha. Die Aussaat erfolgt nach der Ernte der Hauptkultur bis spätestens zum 31. März des Folgejahres. Entscheidend sind ein sauberes, feinkrümeliges Saatbett, eine flache Ablage und ein gleichmäßiger Bodenschluss. Die unterschiedlichen Korngrößen sollten während der Aussaat möglichst gleichmäßig verteilt bleiben.
Die GB-Mischungen im Vergleich
Die GB-Reihe bietet unterschiedliche Lösungen für Dauer- und Rotationsbrachen – von grasbetonten Beständen über kleefreie Mischungen bis zur artenreichen Begrünung.
| Mischung |
Schwerpunkt |
Besonderheit |
| GB 1 |
Dauer- und Rotationsbrache auf guten Böden |
Grasbetont mit Weißklee |
| GB 3 |
Dauer- und Rotationsbrache |
Dichte Narbe durch hohen Rotschwingelanteil |
| GB 7 |
Kleefreie Dauer- und Rotationsbrache |
Ohne Leguminosen, auch für rote Gebiete |
| GB 8 |
Mehrjähriges Kleegemenge |
Leguminosenreich und blütenbetont |
| GB 9 |
Artenreiche Brachebegrünung |
Gräser, Leguminosen und Blühpflanzen |
Häufige Fragen zu GB 9
Ist GB 9 für die Öko-Regelung 1a geeignet?
Ja. Die Mischung ist für die freiwillige Brache im Rahmen der Öko-Regelung 1a konzipiert. Die jeweils geltenden Fördervorgaben sollten vor der Aussaat geprüft werden.
Warum enthält die Mischung sowohl Gräser als auch Blühpflanzen?
Rotschwingel stabilisiert die Bodenbedeckung, während Phacelia, Öllein und die Leguminosen mehr Struktur und Blühangebot in den Bestand bringen.
Kann der Aufwuchs später als Futter genutzt werden?
Nach einer zulässigen Freigabe der Brache kann eine Futternutzung möglich sein. Maßgeblich sind die jeweils geltenden betrieblichen und förderrechtlichen Vorgaben.