MehrGras NS F – Nachsaatmischung für frische bis feuchte Standorte
MehrGras NS F ist für die Nachsaat lückiger Grünlandnarben auf frischen bis feuchten und nur bedingt weidelgrassicheren Standorten gedacht. Die Mischung kombiniert Deutsches Weidelgras mit Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Weißklee. Damit ist sie breiter aufgestellt als eine stark weidelgrasbetonte Nachsaat und passt zu Flächen mit guter bis reichlicher Wasserversorgung.
Das Wichtigste auf einen Blick
-
Einsatz: Nachsaat bestehender Grünlandnarben
-
Standort: frische bis feuchte Lagen
-
Standorteignung: bedingt weidelgrassicher
-
Zusammensetzung: 88 % Gräser und 12 % Weißklee
Passt MehrGras NS F zu deinem Bestand?
NS F ist eine gute Wahl, wenn eine vorhandene Grasnarbe Lücken zeigt und der Standort frisch bis feucht ist. Der Anteil an Deutschem Weidelgras sorgt für eine zügige Entwicklung, während Wiesenlieschgras und Wiesenrispe die Mischung für weniger sichere Weidelgraslagen verbreitern. Weißklee ergänzt den Bestand als ausläuferbildende Leguminose.
Auf eindeutig weidelgrassicheren Weiden ist NS I gezielter ausgerichtet. Für mäßig trockene Flächen passt NS T besser. Bei dauerhafter Staunässe sollte zunächst die Ursache der Vernässung geprüft werden, denn auch eine standortgerechte Nachsaat kann strukturelle Boden- oder Entwässerungsprobleme nicht ausgleichen.
Was steckt in der Mischung?
Die vier Komponenten verbinden schnelle Bestandsentwicklung mit Narbenbildung und einer besseren Anpassung an frisch-feuchte Bedingungen:
-
Deutsches Weidelgras (48 %): Schnell keimendes, regenerationsfähiges Untergras mit hoher Futterqualität, das offene Stellen zügig besetzen kann.
-
Wiesenlieschgras (24 %): Winterhartes Obergras, das frisch-feuchte Standorte bevorzugt und die Weidelgrasbasis um eine ausdauernde Futterkomponente ergänzt.
-
Wiesenrispe (16 %): Bildet unterirdische Ausläufer und kann dadurch langfristig zu einer dichten und belastbaren Grasnarbe beitragen.
-
Weißklee (12 %): Niedrig wachsende, ausläuferbildende Leguminose, die sich in Lücken ausbreiten und Luftstickstoff binden kann.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Nachsaat richtig vorbereiten
Für MehrGras NS F ist eine Saatstärke von 25 kg/ha vorgesehen. Entscheidend ist, dass das Saatgut den Boden erreicht und die jungen Pflanzen ausreichend Licht, Feuchtigkeit und Raum erhalten.
-
Ursache klären: Lücken durch Verdichtung, Staunässe, Trockenheit, Narbenfilz oder Bewirtschaftungsfehler vor der Nachsaat möglichst beheben
-
Bestand vorbereiten: kurz nutzen und abgestorbenes Material beziehungsweise Filz mit Striegel oder Egge öffnen
-
Ablage: Saatgut flach auf den freigelegten Boden bringen und nicht tief einarbeiten
-
Saatzeit: vom Frühjahr bis zum Spätsommer in einer Phase mit sicherer Bodenfeuchte
-
Nach der Saat: anwalzen, damit ein gleichmäßiger Bodenschluss entsteht
Die MehrGras-NS-Reihe im Vergleich
Die Nachsaatmischungen unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Weidelgraseignung und geplanter Nutzungsintensität:
| Produkt |
Standort |
Besonderheit |
| MehrGras NS I |
Weidelgrassichere Lagen |
Besonders für Weiden; 88 % Deutsches Weidelgras und 12 % Weißklee |
| MehrGras NS F |
Bedingt weidelgrassichere, frische bis feuchte Lagen |
Breitere Gräserbasis mit Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Weißklee |
| MehrGras NS T |
Bedingt weidelgrassichere, mäßig trockene Lagen |
Mit Knaulgras, Wiesenrispe, Wiesenlieschgras und Weißklee |
| MehrGras NS U |
Ungünstige Grünlandlagen |
Breite Gras-Klee-Mischung für etwa drei Nutzungen im Jahr |
Für die Auswahl sollte zuerst der Standort eingeordnet und anschließend geprüft werden, wie stark Deutsches Weidelgras, weitere Narbengräser und Klee im Bestand gewichtet sein sollen.
Häufige Fragen zu MehrGras NS F
Ist NS F für eine Neuansaat geeignet?
NS F ist in erster Linie für die Nachsaat in eine vorhandene Grünlandnarbe vorgesehen. Für eine vollständige Neuanlage sind die standortgerechten GS- oder GSW-Mischungen passender.
Was unterscheidet NS F von NS I?
NS I besteht fast vollständig aus Deutschem Weidelgras und ist auf weidelgrassichere Weiden zugeschnitten. NS F enthält zusätzlich größere Anteile Wiesenlieschgras und Wiesenrispe und passt dadurch besser zu bedingt weidelgrassicheren, frisch-feuchten Lagen.
Kann NS F auf sehr nassen Flächen eingesetzt werden?
Die Mischung ist für frische bis feuchte Standorte vorgesehen. Dauerhaft stehendes Wasser, starke Verdichtung oder anhaltende Staunässe sollten vor einer Nachsaat gesondert beurteilt und möglichst behoben werden.
Warum ist Bodenkontakt bei der Nachsaat so wichtig?
Bleibt das Saatgut auf dichtem Altbestand oder Narbenfilz liegen, kann es schlechter keimen und wird schneller verdrängt. Ein geöffneter Bestand und anschließendes Anwalzen verbessern den Kontakt zwischen Saatgut und Boden.