MehrGras NS U – Nachsaatmischung für ungünstige Lagen und 3-malige Nutzung
MehrGras NS U ist eine breit zusammengesetzte Nachsaatmischung für ungünstige Grünlandlagen mit etwa drei Nutzungen im Jahr. Vier Grasarten werden mit Weiß- und Rotklee kombiniert. Der Anteil an Deutschem Weidelgras ist deutlich geringer als bei NS I, sodass die Mischung nicht allein auf typische Weidelgras-Gunstlagen ausgerichtet ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: Nachsaat bestehender Grünlandnarben
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Standort: ungünstige Grünlandlagen
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Nutzung: etwa 3 Nutzungen pro Jahr
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Zusammensetzung: 80 % Gräser und 20 % Klee
Passt MehrGras NS U zu deinem Bestand?
NS U kommt infrage, wenn eine bestehende Grünlandnarbe unter weniger günstigen Standortbedingungen lückig geworden ist und nicht sehr häufig genutzt werden soll. Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Knaulgras verbreitern die Grasbasis neben Deutschem Weidelgras. Weißklee und Rotklee erhöhen den Leguminosenanteil auf insgesamt 20 %.
Die Bezeichnung „ungünstige Lage“ ersetzt keine Standortprüfung. Ist die Fläche klar frisch bis feucht, passt NS F besser; bei mäßiger Trockenheit ist NS T gezielter ausgerichtet. Auf weidelgrassicheren Weiden mit Schwerpunkt Deutsches Weidelgras ist NS I die passendere Wahl.
Was steckt in der Mischung?
NS U verteilt die Nachsaat auf sechs Komponenten und ist damit die artenreichste Mischung der regionalen NS-Reihe:
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Deutsches Weidelgras (32 %): Schnell keimendes, regenerationsfähiges Untergras mit hoher Futterqualität für die zügige Besiedlung offener Stellen.
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Wiesenlieschgras (20 %): Winterhartes Obergras, das die Mischung um eine ausdauernde und futterbaulich wertvolle Komponente ergänzt.
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Wiesenrispe (16 %): Bildet unterirdische Ausläufer und kann dadurch langfristig zu einer dichten, belastbaren Grasnarbe beitragen.
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Knaulgras (12 %): Tief wurzelndes Obergras, das die Artenbreite und Anpassungsfähigkeit der Mischung unterstützt.
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Weißklee (12 %): Niedrig wachsende, ausläuferbildende Leguminose, die sich in Lücken ausbreiten und Luftstickstoff binden kann.
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Rotklee (8 %): Blattreiche Leguminose, die den Bestand um eine ertragreiche Kleeart und zusätzliche Futtervielfalt ergänzt.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Nachsaat richtig vorbereiten
Für MehrGras NS U ist eine Saatstärke von 25 kg/ha vorgesehen. Bei ungünstigen Lagen entscheidet besonders die Beseitigung der Lückenursache darüber, ob sich die Nachsaat dauerhaft etablieren kann.
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Ursache klären: Bodenstruktur, Wasserhaushalt, Narbenfilz und bisherige Nutzung vor der Saat beurteilen
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Bestand vorbereiten: kurz nutzen und mit Striegel oder Egge offenen Boden für die Keimlinge schaffen
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Ablage: Saatgut flach und gleichmäßig ausbringen, ohne es tief einzuarbeiten
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Saatzeit: vom Frühjahr bis zum Spätsommer bei ausreichender Bodenfeuchte und moderaten Temperaturen
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Nach der Saat: anwalzen und den Konkurrenzdruck des Altbestands während der Etablierung begrenzen
Die MehrGras-NS-Reihe im Vergleich
Die Nachsaatmischungen unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Weidelgraseignung und geplanter Nutzungsintensität:
| Produkt |
Standort |
Besonderheit |
| MehrGras NS I |
Weidelgrassichere Lagen |
Besonders für Weiden; 88 % Deutsches Weidelgras und 12 % Weißklee |
| MehrGras NS F |
Bedingt weidelgrassichere, frische bis feuchte Lagen |
Breitere Gräserbasis mit Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Weißklee |
| MehrGras NS T |
Bedingt weidelgrassichere, mäßig trockene Lagen |
Mit Knaulgras, Wiesenrispe, Wiesenlieschgras und Weißklee |
| MehrGras NS U |
Ungünstige Grünlandlagen |
Breite Gras-Klee-Mischung für etwa drei Nutzungen im Jahr |
Für die Auswahl sollte zuerst der Standort eingeordnet und anschließend geprüft werden, wie stark Deutsches Weidelgras, weitere Narbengräser und Klee im Bestand gewichtet sein sollen.
Häufige Fragen zu MehrGras NS U
Welche Flächen sind mit „ungünstigen Lagen“ gemeint?
Der Hersteller verwendet den Begriff für Standorte, die nicht zu den klaren Gunstlagen zählen. Da Ursachen sehr unterschiedlich sein können, sollten Wasserhaushalt, Bodenstruktur, Klima und bisherige Narbenentwicklung vor der Auswahl gemeinsam betrachtet werden.
Muss die Fläche genau dreimal im Jahr genutzt werden?
Die Angabe beschreibt die vorgesehene mittlere Nutzungsintensität. Die tatsächlichen Termine richten sich nach Aufwuchs, Witterung, Standort und betrieblicher Futterplanung.
Was unterscheidet NS U von NS I?
NS I besteht aus 88 % Deutschem Weidelgras und ist für weidelgrassichere Weiden gedacht. NS U enthält nur 32 % Deutsches Weidelgras, dafür drei weitere Grasarten sowie Weiß- und Rotklee. Sie ist dadurch deutlich breiter zusammengesetzt.
Ist NS U für eine Neuansaat geeignet?
Der Schwerpunkt liegt auf der Nachsaat bestehender Grünlandbestände. Für eine komplette Neuanlage sollte eine dafür vorgesehene GS- oder GSW-Mischung gewählt werden.