MehrGras NS I – Nachsaatmischung für weidelgrassichere Lagen
MehrGras NS I ist eine gezielt zusammengesetzte Nachsaatmischung für weidelgrassichere Grünlandlagen. Mit 88 % Deutschem Weidelgras und 12 % Weißklee konzentriert sie sich auf zwei leistungsfähige Komponenten und ist laut Freudenberger besonders für Weiden geeignet. Sie passt zu Beständen, in denen Deutsches Weidelgras zuverlässig ausdauert und eine kleehaltige Nachsaat gewünscht ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: Nachsaat bestehender Grünlandnarben
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Standort: weidelgrassichere Lagen
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Nutzung: besonders für Weiden geeignet
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Zusammensetzung: 88 % Deutsches Weidelgras und 12 % Weißklee
Passt MehrGras NS I zu deinem Bestand?
NS I ist eine gute Wahl, wenn Deutsches Weidelgras am Standort sicher wächst, die vorhandene Narbe Lücken aufweist und der Bestand überwiegend beweidet wird. Das Weidelgras sorgt für schnelle Jugendentwicklung und Regeneration, während Weißklee sich über Ausläufer im Bestand verteilen kann.
Für Flächen, auf denen Deutsches Weidelgras wegen Feuchtigkeit, Trockenheit oder ungünstiger klimatischer Bedingungen weniger sicher ist, sind die breiter zusammengesetzten Mischungen NS F, NS T oder NS U meist passender. Vor der Nachsaat sollte außerdem geklärt werden, weshalb die Lücken entstanden sind.
Was steckt in der Mischung?
Die Zusammensetzung ist bewusst einfach und klar auf leistungsfähige Weidelagen ausgerichtet:
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Deutsches Weidelgras (88 %): Schnell keimendes, ertragreiches und regenerationsfähiges Untergras mit hoher Futterqualität für häufig genutzte Grünlandbestände.
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Weißklee (12 %): Niedrig wachsende, ausläuferbildende Leguminose, die gut mit Beweidung zurechtkommt, sich in Lücken ausbreiten und Luftstickstoff binden kann.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Nachsaat richtig vorbereiten
Für MehrGras NS I ist eine Saatstärke von 25 kg/ha vorgesehen. Eine Nachsaat gelingt am zuverlässigsten, wenn die bestehende Narbe geöffnet und die Konkurrenz für die jungen Pflanzen begrenzt wird.
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Ursache klären: Verdichtungen, Narbenfilz, Übernutzung oder andere Ursachen für Bestandslücken vorab prüfen
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Bestand vorbereiten: kurz abweiden oder mähen und den Boden mit Striegel oder Egge stellenweise freilegen
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Ablage: Saatgut flach und gleichmäßig ausbringen, ohne es tief einzuarbeiten
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Saatzeit: vom Frühjahr bis zum Spätsommer bei verlässlicher Bodenfeuchte
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Nach der Saat: anwalzen und der jungen Saat genügend Licht und Entwicklungszeit geben
Die MehrGras-NS-Reihe im Vergleich
Die Nachsaatmischungen unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Weidelgraseignung und geplanter Nutzungsintensität:
| Produkt |
Standort |
Besonderheit |
| MehrGras NS I |
Weidelgrassichere Lagen |
Besonders für Weiden; 88 % Deutsches Weidelgras und 12 % Weißklee |
| MehrGras NS F |
Bedingt weidelgrassichere, frische bis feuchte Lagen |
Breitere Gräserbasis mit Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Weißklee |
| MehrGras NS T |
Bedingt weidelgrassichere, mäßig trockene Lagen |
Mit Knaulgras, Wiesenrispe, Wiesenlieschgras und Weißklee |
| MehrGras NS U |
Ungünstige Grünlandlagen |
Breite Gras-Klee-Mischung für etwa drei Nutzungen im Jahr |
Für die Auswahl sollte zuerst der Standort eingeordnet und anschließend geprüft werden, wie stark Deutsches Weidelgras, weitere Narbengräser und Klee im Bestand gewichtet sein sollen.
Häufige Fragen zu MehrGras NS I
Was bedeutet „weidelgrassicher“?
Gemeint sind günstige Grünlandlagen, auf denen Deutsches Weidelgras durch ausreichende Wasserversorgung und passende klimatische Bedingungen dauerhaft leistungsfähig bleibt. Ausgeprägte Trockenheit, Vernässung oder raue Lagen sprechen eher für eine breiter aufgestellte Mischung.
Warum eignet sich NS I besonders für Weiden?
Deutsches Weidelgras regeneriert sich nach Nutzung zügig und liefert eine hohe Futterqualität. Weißklee wächst niedrig, bildet Ausläufer und kann sich bei passender Bewirtschaftung gut in einer Weidenarbe halten.
Ist NS I für eine Neuansaat gedacht?
Nein, der Schwerpunkt liegt auf der Nachsaat bestehender Grünlandbestände. Für die komplette Neuanlage sollte eine dafür vorgesehene GS- oder GSW-Mischung gewählt werden.
Reicht es, das Saatgut auf den Bestand zu streuen?
Eine reine Übersaat ohne Bodenkontakt ist oft wenig erfolgreich. Die Narbe sollte geöffnet, das Saatgut auf den Boden gebracht und anschließend angewalzt werden.