MehrGras GS F – Wiesenmischung für frische bis feuchte Lagen
MehrGras GS F ist für Wiesen gedacht, die auf frischen bis feuchten Standorten liegen und überwiegend durch Schnitt genutzt werden. Die Mischung passt besonders zu Flächen mit zwei bis drei Nutzungen im Jahr und einer bewusst reduzierten Bewirtschaftungsintensität. Wiesenschwingel und Wiesenlieschgras prägen ihren Wiesencharakter, während narbenbildende Gräser sowie Weiß- und Rotklee den Bestand ergänzen.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: Wiese mit Schnittnutzung
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Standort: frische bis feuchte Lagen
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Nutzung: 2 bis 3 Nutzungen pro Jahr
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Bewirtschaftung: reduzierte Intensität
Passt MehrGras GS F zu deiner Fläche?
GS F ist eine gute Wahl, wenn die Fläche zuverlässig mit Wasser versorgt ist, hauptsächlich gemäht wird und keine hohe Schnittfrequenz vorgesehen ist. Der hohe Anteil an Wiesenschwingel und Wiesenlieschgras passt gut zu diesem Einsatzbereich. Wiesenrispe und ausläufertreibender Rotschwingel ergänzen den Bestand als narbenbildende Arten.
Bei trockenen Lagen, sehr häufiger Nutzung oder überwiegender Beweidung ist eine darauf spezialisierte Mischung meist passender. Auch für regelmäßig staunasse oder zeitweise überflutete Flächen sollte eine ausdrücklich für solche Bedingungen vorgesehene Mischung gewählt werden.
Was steckt in der Mischung?
Die Zusammensetzung verbindet typische Wiesenobergräser mit ausläuferbildenden Arten und einem Kleeanteil von insgesamt 12 %. Jede Komponente übernimmt dabei eine eigene Aufgabe:
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Wiesenschwingel (45 %): Winterhartes Obergras für frische, moderat genutzte Wiesen und die tragende Komponente von GS F.
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Wiesenlieschgras (17 %): Ausdauerndes und winterhartes Obergras, das frisch-feuchte Standorte bevorzugt.
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Wiesenrispe (11 %): Bildet unterirdische Ausläufer und unterstützt dadurch eine dichte, ausdauernde Grasnarbe.
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Rotschwingel, ausläufertreibend (9 %): Anspruchsarmes und winterhartes Untergras, das zur Schließung von Lücken beitragen kann.
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Weißklee (9 %): Niedrig wachsende, ausdauernde Kleeart, die sich über oberirdische Ausläufer im Bestand ausbreiten kann.
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Deutsches Weidelgras, früh (3 %): Rasch entwickelndes Untergras, das die Bestandsbildung und Narbendichte unterstützt.
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Deutsches Weidelgras, mittel (3 %): Ergänzt den Weidelgrasanteil um eine weitere Reifegruppe und trägt zur Regenerationsfähigkeit der Narbe bei.
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Rotklee (3 %): Blattreiche Kleeart für weniger intensive Grünlandnutzung und Standorte mit ausreichender Wasserversorgung.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Vorbereitung
Für MehrGras GS F ist eine Saatstärke von 35 kg/ha vorgesehen. Entscheidend für einen guten Feldaufgang sind ein sorgfältig vorbereitetes Saatbett, eine flache Ablage und ausreichende Bodenfeuchte.
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Saatbett: gut abgesetzt und an der Oberfläche feinkrümelig
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Saattiefe: Grassamen flach ablegen, höchstens etwa 0,5 bis 1 cm tief
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Aussaatzeit: bei ausreichender Bodenfeuchte vom Frühjahr bis zum Spätsommer; auf niederschlagsreichen Standorten bietet sich besonders der Spätsommer an
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Nach der Saat: anwalzen, damit das Saatgut guten Bodenschluss erhält
Bei einer Neuansaat von bestehendem Dauergrünland sollten vor Beginn der Arbeiten die geltenden genehmigungs- und förderrechtlichen Vorgaben geprüft werden.
Die MehrGras-GS/GSW-Reihe im Vergleich
Die Produkte der regionalen GS/GSW-Reihe unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Nutzungsart und Nutzungsintensität:
| Produkt |
Nutzung |
Geeignet für |
| MehrGras GS F |
Schnitt |
Frische bis feuchte Lagen, 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Intensität |
| MehrGras GS T |
Schnitt |
Trockene Lagen, maximal 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Stickstoffdüngung |
| MehrGras GSW I |
Schnitt und Weide |
Weidelgrassichere Standorte und intensive Nutzung mit 5 bis 6 Nutzungen |
| MehrGras GSW T |
Schnitt und Weide |
Trockene bis frische Lagen mit 3 bis 4 Nutzungen im Jahr |
| MehrGras GSW U |
Schnitt und Weide |
Neuansaat in ungünstigen, nassen und wechselfeuchten Lagen mit bis zu 3 Nutzungen |
So lässt sich die passende Mischung zunächst nach Schnitt- oder Weidenutzung und anschließend nach Wasserversorgung und Nutzungsintensität auswählen.
Häufige Fragen zu MehrGras GS F
Ist GS F für die Weidenutzung geeignet?
MehrGras GS F ist ausdrücklich als Wiesenmischung für die Schnittnutzung ausgerichtet. Wenn eine Fläche überwiegend beweidet werden soll, ist eine GSW-Mischung mit passender Standort- und Nutzungseignung die bessere Wahl.
Ist die Mischung für eine Neuansaat oder Nachsaat gedacht?
GS F ist in erster Linie für die Neuanlage einer weniger intensiv genutzten Wiese vorgesehen. Für die gezielte Nachsaat lückiger, bereits bestehender Narben sind spezielle Nachsaatmischungen geeigneter, weil sie sich im vorhandenen Bestand besser etablieren können.
Was bedeutet „reduzierte Intensität“?
Gemeint ist eine Nutzung mit zwei bis drei Schnitten beziehungsweise Nutzungen im Jahr. GS F ist nicht auf die sehr hohe Nutzungsfrequenz intensiv geführter Grünlandbestände ausgerichtet.
Eignet sich GS F für nasse oder überflutungsgefährdete Flächen?
Die Mischung passt zu frischen bis feuchten und gut wasserversorgten Standorten. Regelmäßige Staunässe oder zeitweise Überflutung stellen andere Anforderungen. Für solche Flächen sollte eine dafür ausgewiesene Feuchtlagenmischung gewählt werden.