MehrGras GS T – Wiesenmischung für trockene Lagen
MehrGras GS T ist eine Wiesenmischung für trockene Standorte, die überwiegend gemäht und höchstens zwei- bis dreimal im Jahr genutzt werden. Sie ist auf eine reduzierte Stickstoffdüngung ausgerichtet und verbindet trockenheitsverträgliche Gräser mit Hornklee, Luzerne und Gelbklee. Dadurch passt sie zu weniger intensiv bewirtschafteten Schnittwiesen, auf denen eine standortgerechte und vielseitige Mischung gefragt ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: Wiese mit Schnittnutzung
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Standort: trockene Lagen
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Nutzung: maximal 2 bis 3 Nutzungen pro Jahr
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Bewirtschaftung: reduzierte Stickstoffdüngung
Passt MehrGras GS T zu deiner Fläche?
GS T ist eine gute Wahl, wenn die Fläche zu Trockenheit neigt, als Wiese genutzt wird und keine hohe Schnittfrequenz vorgesehen ist. Rotschwingel, Wiesenrispe und spätes Knaulgras stützen die Mischung unter trockeneren Bedingungen. Hornklee, Luzerne und Gelbklee ergänzen den Bestand als Leguminosen.
Für intensive Mähweiden oder fünf bis sechs Nutzungen im Jahr ist GS T nicht ausgelegt. Auf frischen bis feuchten Schnittwiesen passt GS F besser; bei einer kombinierten Schnitt- und Weidenutzung in trockenen bis frischen Lagen ist GSW T die passendere Alternative.
Was steckt in der Mischung?
GS T besteht zu 84 % aus Gräsern und zu 16 % aus Leguminosen. Die Arten sind auf trockene Wiesenlagen und eine reduzierte Nutzungsintensität abgestimmt:
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Rotschwingel (24 %): Anspruchsarmes, winterhartes Untergras, das eine dichte und ausdauernde Grasnarbe unterstützt.
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Wiesenrispe (20 %): Bildet unterirdische Ausläufer und trägt damit zur Narbendichte und Belastbarkeit des Bestands bei.
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Wiesenschwingel (20 %): Winterhartes, futterbaulich wertvolles Obergras für ausdauernde Wiesenbestände.
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Knaulgras, spät (16 %): Tief wurzelndes und vergleichsweise trockenheitsverträgliches Obergras; die späte Reifegruppe verbessert die Abstimmung mit den übrigen Arten.
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Hornklee (8 %): Ausdauernde Leguminose, die auch mit trockeneren und weniger intensiv geführten Standorten zurechtkommt.
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Luzerne (4 %): Tief wurzelnde, eiweißreiche Leguminose mit guter Eignung für durchlässige und nicht staunasse Böden.
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Gelbklee (4 %): Genügsame Leguminose, die die Mischung besonders auf trockeneren Standorten ergänzt.
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Wiesenlieschgras (4 %): Winterhartes Obergras, das die Grasbasis in kleinerem Anteil abrundet.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Vorbereitung
Für MehrGras GS T ist eine Saatstärke von 35 kg/ha vorgesehen. Gerade auf trockenen Standorten sollte die Aussaat in eine Phase mit verlässlicher Bodenfeuchte gelegt werden, damit die jungen Pflanzen gleichmäßig auflaufen können.
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Saatbett: gut abgesetzt und an der Oberfläche feinkrümelig
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Saattiefe: Grassamen flach ablegen, höchstens etwa 0,5 bis 1 cm tief
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Aussaatzeit: bei ausreichender Bodenfeuchte vom Frühjahr bis zum Spätsommer; ausgeprägte Trockenphasen vermeiden
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Nach der Saat: anwalzen, damit das Saatgut guten Bodenschluss erhält
Bei einer Neuansaat von bestehendem Dauergrünland sollten vor Beginn der Arbeiten die geltenden genehmigungs- und förderrechtlichen Vorgaben geprüft werden.
Die MehrGras-GS/GSW-Reihe im Vergleich
Die Produkte der regionalen GS/GSW-Reihe unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Nutzungsart und Nutzungsintensität:
| Produkt |
Nutzung |
Geeignet für |
| MehrGras GS F |
Schnitt |
Frische bis feuchte Lagen, 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Intensität |
| MehrGras GS T |
Schnitt |
Trockene Lagen, maximal 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Stickstoffdüngung |
| MehrGras GSW I |
Schnitt und Weide |
Weidelgrassichere Standorte und intensive Nutzung mit 5 bis 6 Nutzungen |
| MehrGras GSW T |
Schnitt und Weide |
Trockene bis frische Lagen mit 3 bis 4 Nutzungen im Jahr |
| MehrGras GSW U |
Schnitt und Weide |
Neuansaat in ungünstigen, nassen und wechselfeuchten Lagen mit bis zu 3 Nutzungen |
So lässt sich die passende Mischung zunächst nach Schnitt- oder Weidenutzung und anschließend nach Wasserversorgung und Nutzungsintensität auswählen.
Häufige Fragen zu MehrGras GS T
Ist GS T für die Weidenutzung geeignet?
MehrGras GS T ist als Wiesenmischung für die Schnittnutzung vorgesehen. Für eine überwiegend beweidete oder als Mähweide geführte Fläche ist eine GSW-Mischung mit passender Standortausrichtung besser geeignet.
Welche Aufgabe haben die Leguminosen in der Mischung?
Hornklee, Luzerne und Gelbklee erweitern die Mischung um tief beziehungsweise vielseitig wurzelnde Kleearten. Als Leguminosen können sie mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden und tragen zu einem artenreicheren Futterbestand bei.
Ist GS T für eine Neuansaat oder Nachsaat gedacht?
GS T ist in erster Linie für die Neuanlage einer trockenen, weniger intensiv genutzten Schnittwiese vorgesehen. Für die Nachsaat in eine bestehende Grasnarbe sind spezielle Nachsaatmischungen geeigneter.
Kommt die Mischung ohne Bodenfeuchte aus?
Nein. Die Mischung ist zwar für trockene Lagen zusammengestellt, benötigt aber besonders während Keimung und Jugendentwicklung ausreichend Feuchtigkeit. Eine Aussaat unmittelbar vor einer längeren Trockenphase sollte deshalb vermieden werden.