MehrGras GSW I – Grünlandmischung für weidelgrassichere Standorte
MehrGras GSW I ist die intensivste Mischung der regionalen GS/GSW-Reihe. Sie wurde für leistungsfähige, weidelgrassichere Standorte entwickelt, die fünf- bis sechsmal im Jahr durch Schnitt, Beweidung oder eine Kombination aus beidem genutzt werden. Der hohe Anteil an Deutschem Weidelgras unterstützt eine rasche Regeneration, während Wiesenrispe, Wiesenlieschgras und Weißklee den Bestand ergänzen.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: intensive Schnitt- und Weidenutzung
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Standort: weidelgrassichere Lagen
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Nutzung: 5 bis 6 Nutzungen pro Jahr
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Mischungscharakter: weidelgrasbetont mit Weißklee
Passt MehrGras GSW I zu deiner Fläche?
GSW I passt zu Flächen, auf denen Deutsches Weidelgras zuverlässig ausdauert und eine hohe Nutzungsfrequenz vorgesehen ist. Die Mischung ist besonders interessant für intensiv geführte Mähweiden und Dauergrünlandbestände, bei denen schnelle Regeneration, Futterqualität und eine belastbare Narbe im Mittelpunkt stehen.
Auf trockenen, nassen oder klimatisch ungünstigen Standorten kann eine breiter aufgestellte Mischung sinnvoller sein. GSW T ist für trockene bis frische Lagen mit drei bis vier Nutzungen gedacht, während GSW U ungünstige, nasse und wechselfeuchte Lagen abdeckt.
Was steckt in der Mischung?
Die Zusammensetzung ist bewusst kompakt gehalten und mit 59 % Deutschem Weidelgras klar auf intensive Nutzung ausgerichtet:
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Deutsches Weidelgras (59 %): Ertragreiches, schmackhaftes Untergras mit schneller Regeneration und guter Eignung für häufige Schnitt- und Weidenutzung auf günstigen Standorten.
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Wiesenlieschgras (19 %): Winterhartes Obergras mit guter Futterqualität, das die Weidelgrasbasis um eine ausdauernde Komponente ergänzt.
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Wiesenrispe (13 %): Bildet unterirdische Ausläufer und unterstützt dadurch eine dichte, trittfeste und regenerationsfähige Grasnarbe.
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Weißklee (9 %): Niedrig wachsende, ausläuferbildende Leguminose, die gut zur Weidenutzung passt und sich in Lücken ausbreiten kann.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Vorbereitung
Für MehrGras GSW I ist eine Saatstärke von 32 kg/ha vorgesehen. Ein gleichmäßiges, flaches Saatbett und sicherer Bodenschluss helfen der Mischung, zügig einen geschlossenen Bestand zu bilden.
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Saatbett: gut abgesetzt, eben und an der Oberfläche feinkrümelig
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Saattiefe: Grassamen flach ablegen, höchstens etwa 0,5 bis 1 cm tief
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Aussaatzeit: bei ausreichender Bodenfeuchte vom Frühjahr bis zum Spätsommer
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Nach der Saat: sorgfältig anwalzen und die Jugendentwicklung auf Unkrautdruck und Lücken kontrollieren
Bei einer Neuansaat von bestehendem Dauergrünland sollten vor Beginn der Arbeiten die geltenden genehmigungs- und förderrechtlichen Vorgaben geprüft werden.
Die MehrGras-GS/GSW-Reihe im Vergleich
Die Produkte der regionalen GS/GSW-Reihe unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Nutzungsart und Nutzungsintensität:
| Produkt |
Nutzung |
Geeignet für |
| MehrGras GS F |
Schnitt |
Frische bis feuchte Lagen, 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Intensität |
| MehrGras GS T |
Schnitt |
Trockene Lagen, maximal 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Stickstoffdüngung |
| MehrGras GSW I |
Schnitt und Weide |
Weidelgrassichere Standorte und intensive Nutzung mit 5 bis 6 Nutzungen |
| MehrGras GSW T |
Schnitt und Weide |
Trockene bis frische Lagen mit 3 bis 4 Nutzungen im Jahr |
| MehrGras GSW U |
Schnitt und Weide |
Neuansaat in ungünstigen, nassen und wechselfeuchten Lagen mit bis zu 3 Nutzungen |
So lässt sich die passende Mischung zunächst nach Schnitt- oder Weidenutzung und anschließend nach Wasserversorgung und Nutzungsintensität auswählen.
Häufige Fragen zu MehrGras GSW I
Was bedeutet „weidelgrassicherer Standort“?
Gemeint sind klimatisch günstige, ausreichend mit Wasser versorgte Grünlandlagen, auf denen Deutsches Weidelgras dauerhaft leistungsfähig bleibt. Ausgeprägte Sommertrockenheit, lang anhaltende Vernässung oder sehr raue Bedingungen sprechen eher für eine standortangepasste Alternative.
Ist GSW I für Schnitt oder Weide gedacht?
Die Mischung ist ausdrücklich für beide Nutzungsarten vorgesehen. Sie kann beweidet, gemäht oder als Mähweide abwechselnd für Schnitt und Beweidung genutzt werden.
Muss die Fläche tatsächlich fünf- bis sechsmal genutzt werden?
Die Angabe beschreibt die Ausrichtung der Mischung auf eine hohe Nutzungsfrequenz. Die tatsächlichen Nutzungstermine richten sich nach Aufwuchs, Witterung, Standort und betrieblicher Futterplanung.
Ist GSW I für eine Neuansaat oder Nachsaat gedacht?
GSW I ist vor allem für die Neuansaat eines leistungsfähigen Grünlandbestands vorgesehen. Für die gezielte Verbesserung einer bereits vorhandenen, lückigen Narbe sind spezielle Nachsaatmischungen besser geeignet.