MehrGras GSW U – Dauerweidemischung für ungünstige und feuchte Standorte
MehrGras GSW U ist eine breit zusammengesetzte Dauerweidemischung für Neuansaaten in ungünstigen Lagen. Sie passt besonders zu nassen und wechselfeuchten Standorten, die zeitweise auch überflutet sein können, und ist für bis zu drei Nutzungen im Jahr vorgesehen. Mehrere Wiesen- und Narbengräser sowie Weiß- und Rotklee verteilen die Aufgaben auf Arten mit unterschiedlichen Stärken.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Einsatz: Neuansaat von Dauergrünland
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Nutzung: Schnitt und Weide
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Standort: ungünstige, nasse und wechselfeuchte Lagen
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Nutzungsintensität: bis zu 3 Nutzungen pro Jahr
Passt MehrGras GSW U zu deiner Fläche?
GSW U kommt infrage, wenn der Standort für weidelgrasbetonte Intensivmischungen zu feucht oder insgesamt zu ungünstig ist. Wiesenschwingel, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe, Rotschwingel und Wiesenfuchsschwanz bilden den Schwerpunkt. Deutsches Weidelgras und Knaulgras ergänzen die Mischung in kleineren Anteilen, Weiß- und Rotklee erweitern den Bestand um Leguminosen.
Die Mischung ist nicht auf maximale Nutzungsfrequenz ausgelegt. Für intensiv bewirtschaftete, weidelgrassichere Flächen passt GSW I besser. Bei einer vorwiegend gemähten Wiese auf frischen bis feuchten Standorten ist GS F die passendere Wahl.
Was steckt in der Mischung?
GSW U besteht aus sieben Grasarten und zwei Kleearten. Diese breite Zusammensetzung ist auf schwierige Wasserverhältnisse und eine zurückhaltendere Nutzung abgestimmt:
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Wiesenschwingel (28 %): Winterhartes, ausdauerndes Obergras, das die tragende Basis der Mischung bildet.
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Wiesenlieschgras (17 %): Ausdauerndes Obergras mit guter Eignung für kühlere, frisch-feuchte Grünlandlagen.
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Wiesenrispe (14 %): Bildet unterirdische Ausläufer und unterstützt dadurch eine dichte, belastbare Grasnarbe.
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Rotschwingel (11 %): Anspruchsarmes, winterhartes Untergras, das zur Schließung von Lücken und zur Ausdauer beiträgt.
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Weißklee (9 %): Niedrig wachsende, ausläuferbildende Leguminose, die sich besonders unter Beweidung im Bestand halten kann.
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Deutsches Weidelgras (6 %): Liefert schnelle Jugendentwicklung und Regeneration, bleibt in dieser Feuchtlagenmischung aber bewusst eine kleinere Komponente.
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Knaulgras (6 %): Tief wurzelndes Obergras, das die Artenbreite und Ertragssicherheit auf wechselnden Teilflächen ergänzt.
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Wiesenfuchsschwanz (6 %): Früh entwickelndes Obergras mit besonderer Eignung für feuchte bis nasse Wiesenstandorte.
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Rotklee (3 %): Blattreiche Leguminose, die den Kleeanteil und die Futtervielfalt der Mischung ergänzt.
Enthaltene Saatgutarten auch einzeln bestellen
Du möchtest eine Fläche gezielt ergänzen, nachsäen oder einzelne Arten separat einsetzen? Folgende Bestandteile dieser Mischung sind auch als Einzelsaat erhältlich:
Hinweis: Die Links führen zur jeweiligen Saatgutart. Die in der Mischung verwendete Zuchtsorte oder Saatgutausstattung kann von der separat lieferbaren Ausführung abweichen.
Aussaat und Vorbereitung
Für MehrGras GSW U ist eine Saatstärke von 35 kg/ha vorgesehen. Auch auf feuchten Standorten sollte der Boden zur Saat befahrbar und ausreichend abgetrocknet sein, damit keine Verdichtungen entstehen.
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Saatbett: gut abgesetzt, eben und an der Oberfläche feinkrümelig
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Saattiefe: Grassamen flach ablegen, höchstens etwa 0,5 bis 1 cm tief
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Aussaatzeit: bei tragfähigem Boden und ausreichender Bodenfeuchte vom Frühjahr bis zum Spätsommer
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Nach der Saat: anwalzen, damit das Saatgut sicheren Bodenschluss erhält
Bei einer Neuansaat von bestehendem Dauergrünland sollten vor Beginn der Arbeiten die geltenden genehmigungs- und förderrechtlichen Vorgaben geprüft werden.
Die MehrGras-GS/GSW-Reihe im Vergleich
Die Produkte der regionalen GS/GSW-Reihe unterscheiden sich vor allem nach Wasserversorgung, Nutzungsart und Nutzungsintensität:
| Produkt |
Nutzung |
Geeignet für |
| MehrGras GS F |
Schnitt |
Frische bis feuchte Lagen, 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Intensität |
| MehrGras GS T |
Schnitt |
Trockene Lagen, maximal 2 bis 3 Nutzungen, reduzierte Stickstoffdüngung |
| MehrGras GSW I |
Schnitt und Weide |
Weidelgrassichere Standorte und intensive Nutzung mit 5 bis 6 Nutzungen |
| MehrGras GSW T |
Schnitt und Weide |
Trockene bis frische Lagen mit 3 bis 4 Nutzungen im Jahr |
| MehrGras GSW U |
Schnitt und Weide |
Neuansaat in ungünstigen, nassen und wechselfeuchten Lagen mit bis zu 3 Nutzungen |
So lässt sich die passende Mischung zunächst nach Schnitt- oder Weidenutzung und anschließend nach Wasserversorgung und Nutzungsintensität auswählen.
Häufige Fragen zu MehrGras GSW U
Ist GSW U für dauerhaft stehendes Wasser geeignet?
Die Mischung ist für nasse und wechselfeuchte sowie zeitweise überflutete Standorte vorgesehen. Dauerhaft stehendes Wasser und stark vernässte Teilflächen können dennoch eine Entwässerungs- oder standortspezifische Prüfung erfordern.
Kann GSW U gemäht und beweidet werden?
Ja. Die Mischung ist für Schnitt- und Weidenutzung vorgesehen. Mit bis zu drei Nutzungen im Jahr liegt der Schwerpunkt jedoch auf einer weniger intensiven Bewirtschaftung.
Ist GSW U für eine Neuansaat oder Nachsaat gedacht?
GSW U ist ausdrücklich eine Mischung für die Neuansaat. Für die Verbesserung einer bestehenden, lückigen Narbe sollten spezielle Nachsaatmischungen verwendet werden.
Was unterscheidet GSW U von GS F?
GSW U ist eine Dauerweidemischung für ungünstige, nasse und wechselfeuchte Lagen und kann für Schnitt und Weide genutzt werden. GS F ist dagegen eine Wiesenmischung für frische bis feuchte Standorte mit Schwerpunkt Schnittnutzung.